Über meine Person



Ich heiße Christian Meyer, bin 23 Jahre alt und wohne in Neufahrn (etwa 20 km nördlich von München). Zur Zeit studiere ich Informatik an der Technischen Universität in München.
Ich beschäftige mich seit über vier Jahren mit GNU/Linux. Meine erste Distribution stammt von Walnut Creek mit der Kernel-Version 1.2.13 bzw. 1.3.57! Zu dieser Zeit (1996) wurde Linux allmählich bekannt, jedoch war die Installation noch ein halbes Trauerspiel. Jetzt wird sich wohl jeder fragen, warum ich mir dies damals angetan habe...Die Antwort ist relativ simpel: Ich hatte die Nase voll von M$ Windows. Dieses "Betiebssystem" stürzte öfter ab, als es mir lieb war. Ausserdem wollte ich mal was Neues ausprobieren. Obwohl es OS/2 von IBM gab, entschied ich mich für GNU/Linux, da OS/2 eine zweifelhafte Zukunft bevorstand; was daraus wurde sehen wir heute!(hoffentlich hassen mich jetzt keine OS/2-Fans...OS/2 ist zweifelsohne ein fantastisches Betriebssystem, das seiner Zeit voraus war. Nur haben die Marketing-Leute damals leider etwas falsch gemacht...schade!)
Ich fing also an, mich mit Linux vertraut zu machen; es war ein sehr steiniger Weg, da anfangs meine Graphikkarte (Matrox Millennium) nicht unterstützt wurde! Ich verfluchte meine erstandene SuSE 4.3 Distribution und hoffte das baldmöglichst der X-Server meine Karte unterstützte (was dann auch geschah; nach massivem Druck auf Matrox!).
Ich kaufte mir Ende 1996 SuSE 4.4 (das war die dritte eigenständige Distribution, zuvor war es eine "ergänzte" Slackware-Distribution!). Und siehe da, der X-Server funktionnierte mit meiner Matrox! Ich experimentierte in der Folgezeit fleißig mit Linux herum, kaufte mir Bücher und erhöhte somit meinen Kenntnisstand wesentlich.
Der erste WINDOWMANAGER, den ich benutzte, war fvwm 1.2. Dieser war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man als "Windowstrottel" einfach mal so zu Linux überläuft. Die neue Benutzerführung konnte mich trotzdem nicht abschrecken! Als ich dann Mitte 1997 in der c't vom KDE-Projekt erfuhr, das im Oktober 1996 initiiert wurde, lud ich mir sofort die Sourcen herunter und versuchte sie zu übersetzen. Man merkte ihnen an, dass sie noch nicht aus dem ALPHA-Stadium heraus waren. Abstürze waren an der Tagesordnung, machte aber nichts, denn KDE sah toll aus und war ein Novum für Linux.
Zur gleichen Zeit etwa, wurde das GNOME-Prokekt ins Leben gerufen. Dieses stand in direkter Konkurrenz zum KDE-Projekt, nur dass es ein Jahr "Verspätung" hatte. Es wurde massiv von Red Hat gefördert, so dass es schnell marktreif wurde. Red Hat setzt als einer der wenigen Distributionen GNOME als Standarddesktop ein; der Großteil setzt auf KDE bzw. auf eine modifizierte Version. Im Gegensatz zu KDE basiert GNOME auf einem freien Toolkit GTK (= Gimp Tool Kit). Red Hat nahm KDE damals aufgrund des zugrundeliegenden Qt-Toolkits der Firma Trolltech nicht in seine Distribution auf. Mit Version 2.0.0 von Qt wurde die Lizenz geändert, auch wenn nach Ansicht einiger (darunter Richard Stallman), die QPL nicht GPL konform ist. DEBIAN nimmt deshalb KDE immer noch nicht in ihre Distribution auf. Vielleicht ändert sich das in naher Zukunft?!
Im Moment liegt GNOME in der Version 1.2 (unbedingt ausprobieren!) und KDE in der Version 1.1.2 vor. Für September 2000 ist KDE 2.0 angekündigt! Ich benutze beide Desktops, da jeder seine Vor- und Nachteile hat.
Meine jetzige Distribution ist SuSE 6.4; bis auf das Grundsystem übersetze ich alles selbst. So hat man, meiner Meinung, bessere Kontrolle über das System. Mein "Arbeitspferd" ist ein AMD-K6-III 400 mit 192 MB RAM und etwa 30 GB (3 Festplatten: 2*SCSI, 1*EIDE). Neben Linux läuft auch Micro$oft Windows auf meinem Rechner (ich hoffe, dass sich das bald ändern wird!). Demnächst werde ich mich ans Programmieren heranwagen...unter KDE gibt eine sehr gute IDE (KDK = K Development Kit). Mal schauen was daraus wird...:-)

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